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Lohmann Tradition

Speziell für alternative Haltungssysteme sind die LOHMANN TRADITION Hennen entwickelt worden. Diese Tiere zeichnen sich schon zu Beginn der Legephase durch hohe Gewichte der gleichmäßig braunen Eier aus.

Lohmann LSL-Classic

Lohmann LSL Hennen sind in den meisten Märkten der Welt fest etabliert. Die Tiere sind sehr leistungsfähig. Die weißen Eier sind qualitativ sehr hochwertig und weisen eine hervorragende Schalenstabilität auf. Aufgrund ihres ruhigen Temperaments ist die Henne an alternative Haltungsformen gut angepasst.

Lohmann Brown-Classic

Als Braunleger empfiehlt sich die LOHMANN BROWN-Classic Henne. Die robusten Tiere sind in vielen Märkten der Welt zu Hause und zeigen eine sehr ergiebige Legeleistung an attraktiv braunen Eiern. Auch diese Henne ist für die alternative Haltung gut geeignet.

VTI1 Futtermittelkundliche Aspekte
 1.4 Weitere Kriterien der Rationsgestaltung (A.Berk)


1.4 Weitere Kriterien der Rationsgestaltung

Bei der Erstellung von Geflügelrezepturen müssen folgende Einflussfaktoren
Berücksichtigung finden:

  • Gehalt an Umsetzbarer Energie (AMEn)
  • Proteingehalt und Angebot an den essentiellen Aminosäuren Methionin, Lysin, Threonin und Tryptophan
  • Fettqualität – insbesondere die essentielle Fettsäuren, wie z. B. Linol- und Linolensäure
  • Die Zusammensetzung der Kohlenhydratfraktion, wie Stärke und Zucker und die Limitierung an energetisch nicht oder kaum verwertbarer Rohfaser
  • Der Gehalt an Mengenelementen unter besonderer Berücksichtigung des für das Geflügel schlecht bzw. nicht verwertbaren Phytin-P im Getreide (Unterteilung in Phytin- P - und Nichtphytin-P)
  • Der Gehalt an Spurenelementen, zumindest für die durch das Futtermittelrecht mit Obergrenzen belegten Spurenelemente

Tab. 1.1: Sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe mit antinutritiven Wirkungen

antinutritive Wirkstoffe
Bei der Rationsgestaltung müssen neben der Energie und den bisher aufgeführten Futterinhaltsstoffen auch sich negativ auf das Tier/tierische Produkt auswirkende antinutritive Futterinhaltsstoffe, Berücksichtigung finden. Diese Stoffgruppe ist sehr umfangreich und wird von verschiedenen Autoren unterschiedlich eingegrenzt. Grundsätzlich kann man diese unerwünschten Inhaltsstoffe in zwei Kategorien einteilen:

- Von außen in das Futtermittel gelangende Kontaminanten
z. B. Verunreinigungen beim Anbau
(Unkrautsamen, Pflanzenschutzmittelrückstände oder Mykotoxine)

oder bei der Ernte bzw. Verarbeitung
(z. B.: Polychlorierte Kohlenwasserstoffe –PCB, aus Lacken oder Bindegarn) und

- Im Futtermittel natürlich vorkommende sekundäre Inhaltsstoffe
(mit antinutritiver Wirkung).

Aus den Gehalten an antinutritiven Inhaltsstoffen, aber auch aus der Zusammensetzung der Fett- bzw. Kohlenhydratfraktion ergeben sich je nach Tierart und Nutzungsrichtung Restriktionen für bestimmte Einzelfuttermittel. Für das Geflügel sind in der Tabelle 1.2 die wichtigsten aufgelistet.
In dem wesentlichsten Futtermittel für Geflügel, dem Getreide, sind unterschiedliche Gehalte an Nicht-Stärke-Polysacchariden (NSP), die nicht durch körpereigene Enzyme des Geflügels abgebaut werden können, enthalten. Sie führen zu einer erheblich erhöhten Viskosität des Chymus und vermindern damit die Absorption der Nährstoffe.
In der Geflügelfütterung ist deshalb der Einsatz mikrobiologisch hergestellter NSP-spaltender Enzyme weit verbreitet.
Die Einschränkungen beim Einsatz von Getreide in Geflügelfutter sind vor allem auf den NSP-Gehalt zurückzuführen (Tab. 1.2). Die dort aufgeführten Höchstgehalte können in Abhängigkeit vom tatsächlichen NSP-Gehalt bzw. bei Einsatz von NSP-spaltenden Enzymen variieren.
Mykotoxine sind Pilzgifte von Lager- oder Feldpilzen, wobei die Mykotoxine der Feldpilze eine größere Bedeutung haben. Für die Bewertung der Kontamination des Getreides mit Feldpilztoxinen werden die beiden wichtigsten Mykotoxine Deoxynivanelol (DON) und Zeralenon (ZON) genutzt. Im Legehennenmischfutter sollte der DON -Gehalt 5 mg/kg Alleinfutter nicht überschreiten. Nach derzeitigem Erkenntnisstand ist ein solcher Orientierungswert für ZON nicht erforderlich (THE COMMISSION OF THE EUROPEAN COMMUNITIES, 2006).

Tab. 1.2: Wichtige Einzelfuttermittel mit Restriktionen im Mischfutter für Geflügelfütterung
              (in %; nach HOFFMANN und STEINHÖFEL 2006)

Einzelfuttermittel

1) bei „Doppelnull“-Raps können höhere Anteile zum Einsatz kommen
2) bei geringem Alkaloidgehalt können höhere Anteile eingesetzt werden
3) Nach vorgeschalteter Behandlung zum Sinapinabbau, bzw. bei genetisch nicht anfälligen Herkünften

Die in Tabelle 1.2 empfohlenen Restriktionen sind unter verschiedenen Aspekten zu werten.
Zum Beispiel sollte bei einer Kombination von zwei stärkereichen Komponenten - werden.
Aus betriebswirtschaftlicher Sicht kann jedoch bewusst eine Überschreitung vorgenommen werden, wenn der wirtschaftliche Vorteil des erhöhten Einsatzes einer Komponente (z. B. hofeigenes Getreide) den zu erwartenden Minderertrag (z. B. geringere Zunahmen in der Mast) deutlich übersteigt.

VTI

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